Warnau (abgeleitet aus ‘varna’ « Krähe)
Warnau , mit 398 ha eine Gemeinde mit 350 Einwohnern (125 Haushalte), liegt 15 km südlich von Kiel an der B 404, grenzt westlich an das Landschaftsschutzgebiet 'Bothkamper See' und an das Naturschutzgebiet 'Hochfelder See/Lütjensee' (Lageplan des Amtes ). Bis auf die beiden kleinen Ortsteile 'Neuenbrook' und 'Am Schloß' ist die Bebauung um den Dorfanger und Dorfteich angelegt. Obwohl die Ortgeschichte bis in das 14. Jahrhundert zurückreicht (um 1328 tauchen ein Otto und Johannes von Warnowe als Zeugen in mehreren Urkunden auf), wurde für das 500-jährige Bestehen des Ortes das urkundliche Gründungsdatum 17. Januar 1481 gewählt, als Warnau in den Besitz des Klosters Preetz gelangte. In diesem Besitz blieb Warnau bis zur Auflösung der Guts- und Klosterherrschaften im Rahmen der Bildung politischer Gemeinden im Anschluß an die Annexion der Herzogtümer im Jahre 1867. Mit der sich langsam entwickelnden Selbstverwaltung vollzog sich auch die strukturelle Entwicklung des landwirtschaftlich geprägten Ortes, zu dieser Zeit noch mit kleinen Handwerksbetrieben und einer eigenen Schule, die bis 1968 bestand. Die Frw. Feuerwehr konnte 1994 auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Seit 1913 besteht in Warnau eine eigenständige zentrale Wasserversorgung, seit 1992 eine zentrale Abwasserentsorgung. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde der Ortskern von Warnau völlig umgestaltet; der großzügige Dorfanger mit den darumliegenden Häusern weist noch immer auf die typische Form eines 'Rundlings' hin.
Das 1994 erweiterte Dorfgemeinschaftshaus mit Kindergarten und Feuerwehr ist mangels Gaststätte das Kommunikationszentrum. Es gibt wenige Gewerbebetriebe. Wirtschaft und Beruf tendieren nach Kiel oder Preetz. In der Landwirtschaft gibt es noch drei Vollerwerbsbetriebe. Auch wenn Warnau am westlichen Rande des Kreises und des Amtsbezirkes liegt, so liegt es doch zentral zu den Orten Kiel, Neumünster, Preetz und Plön.

Die Erklärung zum Wappen: Die Farben Gelb (Gold) und Grün stehen für die Landwirtschaft (Raps und Wiesen), die Krähe als Namensgeber für unseren Ort (“varna (slawisch)= die (Raben)Krähe“), der gebrochene Krummstab für die Zugehörigkeit zum Kloster Preetz ab 1481, das Kleeblatt als landwirtschaftliches Erzeugnis, der Kreis als Zeichen für unsere Dorfform (Rundling) und die Farbe Silber als Wappenfarbe der Schauenburger Grafen in Holstein!